Yang-Familie - ein Überblick über den Stand der Diskussion

Diese Artikelsammlung basiert auf den Vorarbeiten und Rezensionen der Arbeitsgruppen "Yang-Family-Protocol" und  "Clearing House for Yang Family Taijiquan" des Tai Chi Verbandes unter der Leitung von Dr. Langhoff. Da die Clans der Familie Yang nur sehr unzureichend und einseitig geschönt informieren, wird die TCZ-Clearingstelle auch von Yang Chengfu Centern gern genutzt für Lehrmaterial, Seminare und weitere Familien-Interna. Siehe dazu die Tai-Chi-Symposium-Chroniken auf  Yang Familie und Yang Family Tai Chi.

Yang-Family-Tai-Chi - Infos der Clearing-Stelle und des "Yang-Family-Protocol"

Unter "Clearing-Stelle" (auch "Clearing-House") versteht man einerseits aufgearbeitete Dokumentationen verschiedener Quellen und andererseits auch eine Einrichtung zur Koordination und Schlichtung zwischen verschiedenen Institutionen, Trägern und Angeboten.

Weltanschauliche Neutralität im Taijiquan - das gibt es und muss es auch geben, um nicht nur Sekten das Feld zu überlassen! Für viele wissensbegierige Lehrer ist es längst eine Art Geheimtipp für übergeordnete Sehweisen: Die "Deutsche Clearing-Stelle für Yang-Family-Tai-Chi" der Qualitätsgemeinschaft Tai Chi Zentrum. In dieser "Daten-Drehscheibe" laufen faktencheck-geprüfte Dokumentationen zusammen mit dem Ziel, Transparenz und Teilnehmerschutz chinesischer Verbände zu überprüfen. Lobby-Verbände chinesischer Taiji-Meister sind nicht gerade dafür bekannt, westliche Standards der Erwachsenenbildung und Gesundheitsförderung als Grundlage ihrer Arbeit einzusetzen. Ihre Leitlinien sind vielmehr bestimmt durch Wude-Moralkodex und esoterische Traditionen. (Quelle: Yang Family Tai Chi).

Exkurs Yang Familie 1

Befasst man sich als Fachmann und unvoreingenommen mit dem Begriff "Yang-Chengfu-Tai-Chi-Chuan-Center" der "IA (International Yang Family Tai Chi Association"), so wird man auch den Namensgeber Meister Yang Chengfu behandeln. So sehr die einzelnen Familien-Clans auch differieren, so sind sie doch gleichermaßen zu einer positiven Darstellung verpflichtet, da sie sich allesamt auf ihn beziehen. Yang Jun etwa sieht seinen Urgroßvater als Zentralfigur, dem es nachzueifern gilt, weil seine abgeänderte Form das Optimum verkörpert. Ganz im Gegensatz dazu sehen die drei Yang-Zhenming-Töchter in Hongkong und die europäische "ITCCA (International Tai Chi Chuan Association)" ihren Großvater eher als "Verwässerer", der allerdings ihrem Vater die unveränderte traditionelle Form gelehrt habe. So liegt allen Beteiligten - im ureigensten Interesse - daran, Yang Chengfu zu idealisieren und als unübertrefflich darzustellen. Dass dies von der Wirklichkeit weit entfernt ist lässt sich mit wissenschaftlicher Recherche immer deutlicher belegen. Das eigentlich Bedrückende und mich Beunruhigende ist, dass die maßgeblichen Vertreter der Familie Yang durch ihre eingeschränkte Weltsicht gezwungen sind, dies zu tabuisieren und weiterzumachen wie gehabt.

Exkurs Yang-Familie 2

Spricht man vom Yang-Stil-Tai-Chi so fällt häufig der Begriff "Yang-Familie". Angesichts der hohen Zahl von Form-Varianten wie Peking-Form, Kurz-Form, 88-ger Form oder Langform sind viele Praktizierende verunsichert. Viele wünschen sich eine "ordnende Instanz" - auch was Standards anbelangt. Könnte die Yang-Familie so etwas leisten? Oder die von ihr gegründeteten Organisationen? Die Antwort auf diese vernünftige Frage ist ein klares "Nein" - jedenfalls solange man sich auf die Faktenlage bezieht. Macht man das Anliegen jedoch zu einer "Glaubenssache", so glauben viele den Behauptungen ihrer Verbände. Mit anderen Worten: Jeder der unterschiedllichen Verbände der Yang-Familie beansprucht die Hüter-Rolle und die Deutungshoheit für DAS Tai Chi der Yang-Familie.

Für gläubige Jünger der Lineageholder der unterschiedlichen Clans ist das eine feine Sache - da Sach-Argumente, ähnlich wie in Sekten, nicht zählen, ist sich jeder seiner Sache sicher. Stress und Ärger dürfte sich jedoch immer dann einstellen, wenn einer ihrer Schüler kritische Fragen stellt - etwa weil er die Lehrer-Checkliste des Taijiquan-Qigong-Bundesverbandes DTB gelesen hat. Solche Probleme sind jedoch nur die "Spitze des Eisbergs", da die bei näherem Hinsehen eine Fülle von "Ungereimtheiten" zutage treten, die oft auch Fachleute überfordern.

Die dem DTB angeschlossene "Dt. Clearing-Stelle Yang-Family-Tai-Chi" hat zu all diesen Fragen eine umfangreiche digitale Daten-Drehscheibe erstellt, deren Dokumentationen jedem zur Verfügung gestellt werden. Dieses Multimedia-Material bringt zugleich Ordnung in die vielfältigen Fragestellungen. Zentraler Dreh- und Angelpunkt ist das Fazit: Wer den Begriff "Yang-Familie" für seine Zwecke benutzt, unterstellt damit etwas, was es seit fast einem Jahrhundert nicht mehr gibt - eine einheitlich auftretende, mit einer Stimme sprechende Familie Yang! Neben dem Namen Yang gibt es nur noch als weitere Gemeinsamkeit den Bezug auf den Wushu-Moral-Kodex mit Loyalität und Gehorsam "Wude".

Spricht man vom Yang-Stil-Tai-Chi so fällt häufig auch der Begriff "International Yang-Family Tai Chi Association".DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff zeichnet ein kritisches Stundenbild der "International Association" mit Sitz in Seattle. Ihr spektakuläres Auftreten gleicht der Show einer Wähler suchenden amerikanischen Partei. Auch sie insinuiert fälschlicherweise, Die Yang-Familie spreche mit einheitlicher Stimme ("ONE Family"). Ihre nicht einhaltbaren "Wahl-Versprechen" sollen allen gerecht werden (die sprichwörtliche "eierlegende Wollmilchsau"). Zudem gründet die "IA-DNA" ihrer inneren Werte auf dem esoterisch-traditionellen Wushu-Moral-Kodex mit Loyalität und Gehorsam ("Wude"). Multimedia-Material zeigt auch dem Laien anschaulich, dass alle diese Behauptungen belegbar falsch sind. Daher werden Center, Schulen und Lehrende vom DTB nicht zertifiziert. Hinweis Verwechslungsgefahr: IA-Schulen nennen sich auch "Tai Chi Zentrum" ohne Mitglied der TCZ-Qualitätsgemeinschaft zu sein.

 

Video-Analyse Yang-Family-Tai-Chi

Video-Analyse als Methode zur Aufklärung wird im Dt. Taichi-Bund seit langem erfolgreich eingesetzt. Die Seite Yang Family Tai Chi beschreibt die Probleme, die durch das vermehrte Auftreten chinesischer Meister und ihrer internationalen Verbände auch in Deutschland entstehen. Wie umgehen mit dieser Herausforderung? Dies wird besprochen am Beispiel von Meister Yang Juns International Yang Family Tai Chi Association. Wie die Erfahrung zeigt, ist von den Lobby-Verbänden keine Hilfe zu erwarten. Es gilt, dem Problem mit sachkundiger Aufklärung zu begegnen, die eindeutig belegt, was wahr und was falsch ist. Vielleicht das beste Instrument dafür sind Analysen von Videos.

Kannte man Video-Nutzung primär als Mittel des Heimstudiums, so zeigt sie sich nun als bestens geeignet, um umstrittene Behauptungen zu verifizieren bzw. zu falsifizieren. Diese Klärung ist entscheidend gerade in der heutigen Zeit mit ihrer Unzahl von widersprüchlichen Behauptungen und inszenierten Täuschungen auf dem Anbietermarkt für Taiji und Qigong. Gerade für Schüler und noch nicht fertig ausgebildete Lehrer bietet sich diese Methode an.

International Yang Family Tai Chi Association

DTB-Ausbilder Dr. Stephan Langhoff kritisiert die Yang-Familie und die "International Yang-Family-Tai-Chi-Association" mit Sitz in Seattle. Es geht offenbar nicht primär um Wahrheitssuche sondern um wohlfeile Parolen. Wortwahl und Auftreten von Vorstand Yang Jun  gleichen der Show einer Wähler suchenden amerikanischen Partei. Die "IA" gibt vor, für die Yang-Familie zu sprechen ("ONE Family"). Ihre nicht erfüllbaren "Wahl-Versprechen" sollen jedem gerecht werden ("eierlegende Wollmilchsau"). Dadurch trägt die "International Yang-Family-Tai-Chi-Association" entscheidend zur "Yang-Chengfu-Folklorisierung" bei. Die "IA-DNA" verinnerlicht esoterisch-traditionellen Wushu-Moral-Kodex (Loyalität und Gehorsam). Zudem wird in Prüfungen offenbar Gesinnung und Wertung abgefragt ("Innere Kampfkunst"). Längst hat sich die "International Yang-Family-Tai-Chi-Association" zu einer realitätsfernen Fantasiewelt gewandelt, die die sachliche Auseinandersetzung belastet. Multimedia-Rezension erklärt all dies auch dem Laien. Hinweis Verwechselungsgefahr: Schulen des IA-Umfeldes nennen sich auch "Tai Chi Zentrum", ohne Mitglied der TCZ-Qualitätsgemeinschaft zu sein!  IA-Center, IA-Schulen und IA-Lehrer werden vom Dt. Taichi-Bund (DTB) nicht anerkannt und nicht akkreditiert

Videos, Demos, Rezensionen

Alle 103 Figuren der Langform online

Lehrer werden? Tai Chi Verband: Lehrerausbildung

Tags: Yang Family Tai Chi - Association, Yang Chengfu Center Directors Affilated Schools

www.yang-chengfu-center.ausbildung-tai-chi.de

Yang Familie gründet International Yang Family Tai Chi Association

 

Yang Family Tai Chi in Deutschland - Meister, Schüler, Seminare, Lehrvideos

Deutsche Taiji-Verbände wie der Dt. Taichi-Bund DTB legen Wert auf die Feststellung, dass keinerlei Abhängigkeit von Yang-Family-Tai-Chi-Organisationen besteht. Die Bereiche der Kritik wachsen in jüngster Zeit noch an und es existiert eine umfangreiche "Mängelliste". DTB-Geschäftsführer Dr. Langhoff betreibt seit über 30 Jahren Forschung zu östlichen Künsten. Der gefragte Experte weiß: Viele Anschauungen chinesischer Verbände sind uns fremd - sie fühlen sich nicht "wahr" an. Anders als der DTB übernehmen leider auch manche deutsche Organisationen unkritisch und naiv die belegbar falschen Weltsichten östlicher Meister. Ein sehr kurzsichtiges Verhalten, das von offenen ideologie-frei Lehrenden zu recht oft kritisiert wird. Es werden hier Artikel, Rezensionen, Stundenbilder und laufende Updates publiziert zu Kernbereichen der Kritik am Yang-Family-Taichichuan. Ergänzt werden diese durch Verbände-Mitteilungen.

Yang Family Tai Chi - eine vielschichtige und kontroverse Debatte

Achtung: Laien begehen oft den Fehler, dass sie bei der vielschichtigen und manchmal recht emotionalen "Yang-Family-Diskussion" vieles vermengen, was man auseinanderhalten muss, wenn man die Sachverhalte richtig verstehen und wiedergeben will. Erst nach einer solchen Differenzierung kann man dann Einzel-Aspekte in die nötigen größeren Zusammenhänge einordnen. Den kompletten Beitrag finden Sie hier auf www.yang-family.tai-chi-meister.de.

Folge 1: Traditional Yang Family Tai Chi

Bezüglich der Yang-Tai-Chi-Formen, "traditionell" und "Yang-Familie" hält kaum eine Aussage dem Faktencheck stand. Zudem entsprechen Transparenz und Teilnehmerschutz keineswegs westlichen Standards der Erwachsenenbildung. Eine klare Abgrenzung zu sekten-artigen Strukturen gibt es auch nicht. Jeder verantwortungsvolle Lehrer des Yang-Tai-Chi sollte über solche Hintergründe bescheid wissen. Die DTB-Lehrerausbildung bietet umfangreiche Möglichkeiten, sich weltanschaulich neutral auf wissenschaftlicher Grundlage zu informieren. Das dahinterstehende Konzept heißt "Tai Chi Qigong Richtig Lernen und Lehren".

Faktencheck Dr. Langhoff: Yang-Stil-Formen, Yang-FamilieEs ist nun 15 Jahre her, das im Jahre 1990 Meister Yang Zhenduo mit Enkel Yang Jun in den USA eine Lehrvideo-Serie produzierten. Ihr Hüllenfoto bringt Yang Zhenduos Kern-Botschaft auf den Punkt. Auf Einladung von Dr. Stephan Langhoff erläuterten 1994 Yang Zhenduo und Yang Jun in Hamburg ausführlich dieses Credo im Detail vor über 100 Schülern des Tai Chi Zentrums. Ab 1999 ist diese Leitlinie auf der "Verbands-Ebene" angekommen - als offizielle Marketing-Strategie der weltweiten "Yang Chengfu Tai Chi Center". Der 1996 gegründete Dt. Taichi-Bund - Dachverband für Taichi und Qigong e. V. (DTB) und die 1988 gegründete "Qualitätsgemeinschaft TAI CHI ZENTRUM" distanzieren sich von diesen Centern und ihrer "International ... Association*", die merkwürdigerweise gleich zwei offizielle Namen hat. Sie wollen damit nicht verwechselt werden. Sie sind von Weisungen aus dem Ausland unabhängig. Achtung: Zwei dieser Center nennen sich auch "Tai Chi Zentrum" (!) - es sind aber keine DTB-Mitglieder und vom Dachverband weder zertifiziert noch akkreditiert.

*: 1. International Yang Style Tai Chi Chuan Association und 2. International Yang Family Tai Chi Chuan Association (Quelle: Monatsfoto-Archiv/ Aktuelles vom Tai Chi Dachverband).

Folge 2: Yang Family Tai Chi - Sozialmedien

Ein unrealistisches, stark geschöntes Bild des Yang Family Tai Chi  zeichnen die modernen Sozial-Medien mit ihrem oft niveau-losen "user generated content". Unbarmherzig werfen Suchmaschinen jeden Unsinn aus. Hinzu kommen "Mob-Rule-Vandalism": Nicht in dieses Image passende Beiträge werden kurzerhand gelöscht. Laien wird dadurch ein verzerrtes Bild vom Yang Family Tai Chi  geboten. Experten sind oft frustriert und beteiligen sich nicht mehr an kontroversen Debatten. Mob-Rule driftet dadurch zu einer "neuen Religiosität" in Sekten-Nähe. Für seriösen Infos empfiehlt sich der Tai Chi Qigong Verband.

 

Folge 3: Yang Family Tai Chi - Kritikpunkte in der Kombination

Mögen einzelne Kritikpunkte oder ganze Kernbereiche einzeln für sich genommen noch "verkraftbar" sein, so werden die Mißstände in ihrer Kombination unübersehbar und recht problematisch für unsere westlichen Standards für Erwachsenenbildung. So mögen ja das Einfordern von Gehorsam und Loyalität per se noch conzedierbar sein. Doch angesichts der gravierenden Irrungen, Feheinschätzungen und Falsch-Aussagen ergibt beides kombiniert ein ergebenes Nachplappern von Unsinn nach dem Motto "... und die Erde ist eine Scheibe"! Nimmt man noch die esoterisch-traditionelle Ausrichtung der chinesischen Meister hinzu, so ergibt sich eine Sekten-Nähe, die in ideologie-freier Lehrer-Ausbildung einem "Super-Gau" gleichkommt. Werden dann noch mahnende Stimmen durch Social-Media-Mob-Rule" behindert, so verschlimmert sich die Lage für verantwortungsvoll Lehrende und ihre Verbände signifikant.

Folge 4: Yang Family Tai Chi - Dilemma für Leitungen und Mitglieder

Zwiespalt: Mitglieder in Yang Juns Taiji-Verband, der "International Association" befinden sich in einer schwierigen Lage. Das schwerwiegendste Dilemma ist nicht der Moralkodex mit Loyalität und Gehorsam sondern die Faktenlage: Yang Juns Kernbotschaften stimmen augenscheinlich nicht, da sie leicht widerlegbar sind. Ob nun Center-Directors oder die Leitungen der Affiliated Schools die Fehleinschätzungen persönlich selbst glauben oder nicht ist zweitrangig, da es ihre Privatsache ist. Signifikanter ist, dass sie auf Websiten, Seminar-Ankündigungen und daher ja wohl entsprechend im Unterricht, Propaganda-Fiktionen als Fakten "verkaufen". Um ihre Rolle langfristig glaubwürdig zu spielen, müssten sie daher eigentlich ihren Schülern von eigener Forschung und Recherche abzuraten: Ein "Blick über den Tellerrand" würde ja Unliebsames zutage fördern. Der DTB-Standpunkt ist diametral entgegengesetzt - selbst den Center-Mitgliedern steht der DTB-Fundus zur Verfügung - kostenlos und mit Updates.

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